„Ausbildung junger Talente steht absolut im Vordergrund“

Andreas Hahn ist bei Wormatia Worms zuständig für den Jugendbereich. Im Interview spricht er über die harte Konkurrenz in der Metropolregion und den Stellenwert des Wormatia Cups.

Zum dritten Mal steht im Januar der Name der Wormatia auf unserem B-Jugend-Turnier. In Worms ausgetragen wird es aber schon seit 2011. Wie wurdet ihr damals zum Ausrichter?

 

Da wir von Anfang an bereits an der Organisation und Abwicklung beteiligt waren, wurde vor gut drei Jahren beschlossen den Namen „Wormatia“ in den Namen des MetropolCups zu integrieren. So hat sich auch für den Verein ein gewisses Image und Bild ergeben.

 

Wie hat sich der MetropolregionCup in dieser Zeit entwickelt?

 

Aus unserer Sicht sehr gut. Sportlich ist das Niveau in den letzten Jahren stark angestiegen und auch die Zuschauer-Resonanz ist gerade auch bei den Finalspielen hervorragend. Das Turnier wird von den beteiligten Vereinen sehr gut angenommen. Organisatorisch funktioniert die Zusammenarbeit mit der Metropolregion nahezu perfekt, die Zusammenarbeit ist ganz hervorragend.

 

 

Wie wichtig ist es, sich auch in der Halle auf höchstem Niveau mit der regionalen Konkurrenz zu messen?

 

Gerade für die Entwicklung junger Talente ist ein gut besetztes Hallenturnier von großer Bedeutung, weil Technik und Zweikampfverhalten im Vordergrund stehen. Auf diese Eigenschaften kommt es ja auch im Profi- und Amateurfußball an.

 

Auch in der Nachwuchsarbeit ist Ihre Konkurrenz groß. Viele bekannte Vereine in der Metropolregion legen einen besonderen Schwerpunkt auf ihre Leistungszentren. Wie kämpfen Sie um die Talente, die es braucht, um in der A-Junioren Regionalliga mitzuhalten?

 

Zunächst ist es uns wichtig, dass wir unsere eigenen Talente sehr gut ausbilden und möglichst auf das hohe Niveau in der A-Junioren Regionalliga vorbereiten. Zusätzlich schauen wir natürlich nach Spielern, die von den Leistungszentren vor allem in Mainz, Kaiserslautern und Sandhausen nicht übernommen werden. Hier konnten wir schon oft die betreffenden Jungs mit den guten Perspektiven in unserem Verein überzeugen.

 

Hat sich die Leistungsdichte der Jugendspieler durch den stärkeren Fokus auf die Ausbildung merklich erhöht?

 

Die Ausbildung von jungen Fußballern steht bei uns, wie bei vielen anderen Vereinen auch, absolut im Vordergrund. Wir setzen hierbei qualifizierte Trainer ein, die meist aus der nahen Umgebung von Worms kommen. Dadurch erreichen wir, dass die Leistunsgsdichte größer wird und wir über einen entsprechend großen Pool von Talenten verfügen.

 

Andrew Wooten spielte bis 2009 bei der Wormatia. Inzwischen ist er Bundesliga- und amerikanischer Nationalspieler. Sind solche Sprünge auch heute noch möglich, wo so viele Scouts die Talente schon sehr früh zu großen Vereinen locken?

 

Zunächst muß ich sagen, dass wir unheimlich stolz auf Andrews Entwicklung sind. Er hat ja fast seine ganze Jugendzeit bei uns verbracht und ich denke, wir haben hier auch einen großen Teil zu seinem Erfolg beigetragen. Allerdings ist ein solcher Sprung heutzutage doch eher die Ausnahme, dennoch halte ich es immer wieder für möglich. Es hat sich in manchen Fällen auch gezeigt, dass eine Ausbildung ohne den großen Druck, der in den Leistungszentren existiert, durchaus geeignet ist, um eine Profikarriere zu ermöglichen.

 

Ihr Tagesgeschäft ist es vermutlich eher, Spieler für die eigene Herrenmannschaft in der Regionalliga Südwest vorzubereiten. Wie gut gelingt es Ihnen, Eigengewächse einzubauen?

 

Ja, darauf liegt sicher unser Hauptaugenmerk. Gerade in den letzten Jahren ist es uns ausgesprochen gut gelungen, Eigengewächse in unserer Ersten, aber auch in unserer U23 zu integrieren. Beste Beispiele sind aktuell Sandro Löchelt, Sebastian Schmitt und Fabio Schmidt. Und wir sind sehr zuversichtlich, dass es auf diesem Weg weitergehen wird, zumal die Zusammenarbeit mit unserem Trainerteam der ersten Mannschaft, Steven Jones, Max Mehring und Mario Cuc, sehr eng und vertrauensvoll ist.