„Die perfekte Möglichkeit, Sport und Studium zu verbinden“

Lena (r.) informiert auf dem Steka-Cup über Jomi Sportstipendien
Lena (r.) informiert auf dem Steka-Cup über Jomi Sportstipendien

Hallo Lena. Stell erst einmal die Fußballerin Lena Trentl vor.

 

Ich bin jetzt 25 und spiele seit 18 Jahren Fußball. Wie so viele bin ich damals bei den Jungs eingestiegen, bevor ich dann mit 15 zum KSC kam. Dort habe ich sieben und beim ASV Hagsfeld noch zwei Jahre gespielt. Etwas verspätet habe ich mich dann entschlossen, eine Station in den USA zu machen. Ein Dreivierteljahr war ich dort an der Lewis University.

 

So bist du sicher auch zu den Jomi Sport Scholarships gekommen.

 

Genau, ich habe Vesna Miletic kennengelernt, als ich mich beworben habe. An der Lewis University habe ich wahnsinnig gute Möglichkeiten vorgefunden, mich weiterzuentwickeln. Deswegen hatte ich danach den Drive, diese auch anderen nahezubringen. Also habe ich Jomi initiativ angeschrieben und es hat geklappt. Heute bin ich für den Bereich Fußball als „Head of soccer“ zuständig.

 

Luisa Schulte-Tigges, bei Jomi zuständig für Tennis-Stipendien, mit Fußballprofi Neven Subotic.
Luisa Schulte-Tigges, bei Jomi zuständig für Tennis-Stipendien, mit Fußballprofi Neven Subotic.

Was hast du in Amerika gefunden, was du anderen Sportlerinnen und Sportlern auch zeigen möchtest?

 

Die perfekte Möglichkeit, Sport und Schule zu verbinden. Die Unis legen dir den roten Teppich aus. Man spielt auf ganz hohem Niveau Fußball und erhält dazu eine Ausbildung. In Deutschland musst du dir ein Bein ausreisen, um beides auf einem hohen Niveau zu machen. Aber auch alle anderen Aspekte der Erfahrung waren toll: Der Teamspirit, die Motivation, die Alleinstellung des Collegesports.

 

Was macht diese Alleinstellung aus?

 

Es wird alles für die Sportler abgestimmt. Der Stundenplan wird koordiniert, Training und Vorlesungen ergänzen sich. Wenn du drei oder vier Tage für eine Auswärtsfahrt unterwegs bist, ist die versäumte Zeit nie ein Thema. Solche Privilegien genießt du an deutschen Unis nicht. Wenn jemand also sein Studium ehrgeizig angehen und beim Fußball trotzdem nicht zurückstecken möchte, dann ist das eine klasse Option.

 

Lena im Trikot der Lewis University.
Lena im Trikot der Lewis University.

 

Was steht denn im Vordergrund: Der Sport selbst oder die Chance, mithilfe des Sports die Tür zu einer Ausbildung an einer amerikanischen Universität aufzustoßen?

 

Da würde ich mich nicht festlegen. Mir ging es in dem Dreivierteljahr hauptsächlich um den Sport. Ich habe die Möglichkeit gesucht, jeden Tag zu trainieren und mich professionell weiterzuentwickeln. Dafür herrschen auf den Universitäten in den USA die besten Bedingungen.

 

Was bietet ihr euren Kunden?

 

Wir decken den kompletten Prozess: Den Kontakt zu Trainern, Hilfe bei der Präsentation, Verhandlungen der Stipendienhöhe und vieles mehr. Ebenso kommt mit der Bewerbung auf einer Uni und der Anmeldung für ein Visum ein Haufen Papierkram zusammen. Dazu kommt noch ein wichtiger Vorteil: Wenn dem Sportler 20 Angebote vorliegen, können wir dabei helfen, die richtige Uni oder die richtige Mannschaft auszuwählen.

 

Wovon macht ihr denn die richtige Uni abhängig?

 

Das ist eine ganz individuelle Frage. Die eine interessiert sich für eine bestimmte Region, die andere will unbedingt ins beste Team, um Titel zu gewinnen. Das Flaggschiff des Frauenfußballs sind etwa die North Carolina Tar Heels, bei den Männern ist Stanford spitze. Aber auch abseits der großen Prestigeuniversitäten gibt es sehr gute, die man nicht kennt.

 

Muss eine Sportlerin denn auf Profi-Niveau sein, um ein Sportstipendium zu bekommen?

 

Absolut nicht! Wir haben einen Pool mit allen Unis und dank des breit gefächerten Ligensystems ist für jede Spielerin was dabei. Bei mir selber war es so, dass ich zum Zeitpunkt der Bewerbung Oberliga gespielt hatte. Ich habe acht bis zehn wirklich gute Angebote bekommen, aus denen ich wählen konnte. Auch Spielerinnen aus der Verbandsliga bekommen Angebote.

 

Wie lässt sich das Niveau der NCAA mit Deutschland vergleichen?

 

Das ist schwer zu sagen. In Amerika gibt es so viele Ligen, die NCAA ist ja in drei Divisionen unterteilt. Division 1 und 2 bieten ein richtig hohes Niveau. Da gibt es ein paar herausstechende Ligen, über die man den Sprung in die Bundesliga schaffen kann. Das hat die Vergangenheit gezeigt: Lena Petermann hat zum Beispiel zwei Jahre in Florida bei den UFC Knights gespielt und ist heute Nationalspielerin.

 

Bei den Metropolregion FußballCups bist du schon seit einigen Jahren dabei, allerdings bisher als Spielerin. Wie war deine Erfahrung?

 

Sechs oder sieben Jahre spiele ich jetzt schon mit. Es ist ein großartiges Turnier, der Kunstrasen macht es zu einer besonderen Veranstaltung. Dazu ist es toll, dass sich Teams qualifizieren und dann im SAP Cup mit den Besten messen können. Das macht's spannend für Oberliga- und Regionalliga-Teams. Zwei Tage an einem Wochenende zu spielen ist natürlich heftig, das zerrt schon an den Kräften. Vor allem bei dem Klassenunterschied gegen die Profis. Aber genau das macht für mich den Reiz aus. In der Halle rückt das Niveau auch enger zusammen, da kann mehr passieren als in 90 Minuten. In zehn Minuten kann man die Großen ärgern.

 

Warum wollt ihr jetzt auch als Partner aktiv werden?

 

Wir haben immer einen Blick darauf, wo wir uns präsentieren können. Diese Turniere sind eine gute Plattform, um ins Gespräch zu kommen, weil viele Zuschauer und viele gute Spielerinnen da sind. Wir sind auch mit einem Infostand vor Ort, der immer besetzt sein wird. Also einfach ansprechen, Fragen stellen, Broschüre mitnehmen.