"Die Fußballjugend trifft sich in Worms"

Interview: Gerd Vogt, Stadtverwaltung Worms

Hallo Herr Vogt. Erst einmal zu Ihnen persönlich: Was haben Sie mit Fußball am Hut?

 

In der Jugend habe ich selbst Fußball gespielt. Ich bin kein gebürtiger Wormser, sondern komme aus Ludwigshafen. Dort war ich aktiv. Jetzt ist es ein Stück weit mit dem Dienst verbunden. Wir haben einige Fußballvereine hier in Worms und es wird sehr gute Jugendarbeit geleistet. Deshalb unternehme ich am Wochenende schon den ein oder anderen Gang zum Sportplatz. Unser Aushängeschild ist natürlich die Wormatia, die in der Regionalliga spielt. Die absoluten Highlights waren aber die DFB-Pokal-Spiele. 2013 hat die TSG Pfeddersheim gegen Greuther Fürth gespielt, 2012 hat die Wormatia sogar Hertha BSC ausgeschaltet, bevor sie dann leider im Elfmeterschießen gegen Köln ausgeschieden sind. Das sind für uns Wormser tolle Erlebnisse.

 

Was bedeuten solche sportlichen Highlights für die Stadt Worms?

 

Jeder fiebert natürlich der Auslosung entgegen und alle wünschen sich Bayern München. Die Hertha war auch ein toller Gegner. Wenns der feststeht, beginnt bei der Stadtverwaltung die Vorbereitung. Gespräche mit Verein und Polizei über alles, was außerhalb des Stadions passiert: Parkraum, Rettung, Sicherheit. Das was andernorts Samstag für Samstag nötig ist. Aber für so ein Ereignis geht das leicht von der Hand. Das tun wir gerne für den Verein und für Worms. Wir sind eine Sportstadt. Sportliche Erfolge unserer Mannschaften spiegeln das wieder. Aber auch, dass sich der DFB bei uns wohlfühlt. Jetzt zuletzt hat die U19 das letzte Vorbereitungsspiel vor der EM gegen Südkorea bei uns gespielt. Solche Juniorenspiele finden regelmäßig bei uns statt.

 

Wer profitiert außer den Vereinen von solchen Ereignissen?

 

Für Worms selbst ist es eine tolle Sache. Nicht nur das hochkarätige Spiel selbst ist ein Gewinn, sondern auch das Drumherum. Es wird gefeiert, es bleibt Geld in der Stadt. Die Gastronomie freut sich. Jedes sportliche Ereignis steigert die Lebensqualität in Worms und Fußball natürlich ganz vorne weg. Das Worms mit Sport in Verbindung gebracht wird steigert auch unsere Strahlkraft. Wir machen Werbung für die Stadt. In ganz Deutschland weiß man sofort, dass die Wormatia aus Worms kommt.

 

Zum Image als Sportstadt gehört auch das B-Jugend-Turnier. Wie kam das nach Worms?

 

Die Initiative der Sportregion Rhein-Neckar hat damals nach einem Austragungsort für das Turnier gesucht. Ich habe sofort die Hand gehoben und gesagt: Das kriegen wir Wormser hin! Mit unserem Partner EWR waren wir auch finanziell in der Lage, das Turnier zu veranstalten. Seitdem findet es hier statt.

 

Was schätzen Sie an diesem Turnier?

 

Dass sich die Fußballjugend in Worms trifft. Hier ist alles abgebildet: Von der Bundesligajugend bis zu den unteren Klassen. Jungen und Mädchen. Es ist ein tolles Gefühl, in der vollbesetzten Halle zu sehen, wie unsere Jugend dem Sport nachgeht und was sie drauf haben. Im Januar wird das Turnier dazu erstmals in der Kerschensteiner Halle stattfinden. Da sind die Tribünen noch dichter am Spielfeld und bieten 500 Menschen Platz. Das wird für noch bessere Stimmung sorgen.